

Unser Herbstritt ist seit inzwischen 30 Jahren Tradition. Das Gelände rund um den Sprottaer Schwarzbachhof ist dafür wie geschaffen: Verlockende Reitwege führen direkt vom Hof aus durch Wald und Heide – wer kann da schon widerstehen?
So folgten am 26. September nicht nur die Einstellerinnen und Einsteller des Schwarzbachhofes der Einladung. Auch die Isis von benachbarten und befreundeten Höfen kletterten wieder fröhlich in ihre Hänger, um dabei zu sein.
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück. Die Reiterinnen und Reiter hatten bereits Platz genommen, darunter auch der ehemalige Chef des Hofes, Mitbegründer des Vereins und Organisator des ersten Herbstritts vor 30 Jahren: Helmut Stichel. Als die beiden Vereinsvorsitzenden aufstanden, breitete sich mit einem Mal eine feierliche Atmosphäre aus. Mit einer Laudatio wandten sie sich an den völlig überraschten Helmut, würdigten sein mehr als 30-jähriges Engagement für das Islandpferd und überreichten ihm im Namen des IPZV Zweinig sowie des IPZV Mitteldeutschland die IPZV-Ehrennadel in Silber.
Beim anschließenden ausgesprochen leckeren Frühstück lagen die Chroniken des Hofes zum Anschauen bereit. Natürlich wurden auch viele Episoden, Meilensteine und prägende Grundsätze aus Helmuts Leben erzählt – darunter sein legendäres: „Wir müssen handeln!“
Und das taten wir dann auch. Putzen, trensen, schnell noch einmal aufs Örtchen – und schon ging es mit 14 Isis hinaus vom Hof. Die erste Etappe im Schritt bot Pferden und Reitenden Gelegenheit für ein kleines „Who is who“. Als sich alle ein wenig beschnuppert hatten und klar war: Nun gehören wir zusammen, wurde abschnittsweise auch fröhlich getöltet. Was für ein wunderbarer Sound!
Bei herrlichem Kaiserwetter konnte so mancher ganz gemütlich vom Sattel aus seiner Leidenschaft frönen – sei es der Jagd nach Pilzen oder einfach dem Genuss der blühenden Heide.
Viele Wege führen zum Forsthaus – und natürlich auch wieder zurück. Auf verschlungenen Pfaden ging es durch den Wald. Und immer dann, wenn ein Weg zumindest ein Stückchen in Richtung Heimat führte, nahmen die Isis ein wenig Fahrt auf, nur um an der nächsten Kreuzung festzustellen: Ach nein, nach Hause geht‘s noch nicht.
Erst nach drei Stunden kehrten alle zufrieden – und ein bisschen hungrig – auf den Hof zurück. Zum Glück hatte Familie Stichel bereits vorgesorgt: mit gefüllten Paprikaschoten und noch warmem Pflaumenkuchen zum Nachtisch. Ein rundum gelungener Tag!
Ein herzliches Dankeschön geht an Marlen Kücklich für die Organisation, an Uwe und Julia vom Schwarzbachhof für das kulinarische Verwöhnprogramm sowie an alle Reiterinnen und Reiter, die die Tradition des Herbstritts am Schwarzbachhof auch in diesem Jahr mit Leben füllten.





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